Schuljahr 2018-2019  

   
 Finnland – ein Paradies für Schüler und Lehrer
 

LOGO E TIPTOP V3Im Rahmen des Erasmus+projektes „TIPTOP – Towards Improved language Production Through Ongoing Pedagogic training“ durfte ich an einer Bildungsreise nach Helsinki teilnehmen, um das erfolgreiche Schulsystem kennenzulernen und meine Sprachkenntnisse in Englisch zu vertiefen.

 

Was macht das finnische Schulsystem so effektiv, dass es Vorbild für ganz Europa ist?

 

Eigentlich konnte ich sogar sehr viele Ähnlichkeiten mit unserem Schulleben erkennen und im Vergleich mit anderen europäischen Ländern wie Spanien, Italien, Frankreich - 19 Nationen insgesamt im Kurs - sind wir mit unseren neuen Lehrformen und Methoden auf einem guten Weg.

 

Warum gibt es dann aber so viel Unzufriedenheit und Kritik am System?

 

Wäre diese Frage einfach zu beantworten, hätten wir wahrscheinlich keine Probleme mit Leistungsunwilligen oder Leistungsdefiziten. Vielleicht liegt der Schlüssel aber in der Bedeutung der Bildung.

Für die Finnen ist Bildung das höchste Gut – es sind ihre „Kronjuwelen“ – darauf sind sie besonders stolz.

 

Ihre Grundprinzipien sind ein fundiertes, frei zugängliches Bildungssystem für alle und lebenslanges Lernen. Dafür stellt der Staat die Mittel und Unterstützung für Eltern, Schüler und Lehrer zur Verfügung.

 

Es gibt eine einheitliche Schulform für alle Schüler von der 1. bis zur 9. (10.) Schulstufe, die mit einer standardisierten Prüfung (= ähnlich einer „mittleren Reife“) endet und in allen finnischen Schulen gleich ist.

 

 

Danach gibt es mehrere Ausbildungswege auf höherer Bildungsebene, vergleichbar mit unseren Gymnasialoberstufen und berufsbildenden Schulen, mit einem „Matura-ähnlichen“ Abschluss, die den Zugang zu einer universitären Ausbildung ermöglichen.

 

Die Eckpfeiler im Schulsystem sind Vertrauen und Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Eltern und Lehrer ziehen an einem Strang und unterstützen gemeinsam ihre Kinder und Schüler in ihrer individuellen Entwicklung.

 

Sie erziehen sie zum eigenverantwortlichen Lernen und zu realistischer Selbsteinschätzung mittels Respekt, Vertrauen und einer sicheren, motivierenden Lernumgebung. Sie geben den Kindern die Möglichkeit „Kind zu sein“, erziehen sie aber schon früh zu Selbständigkeit und eigenverantwortlichem Handeln.

 

Wenn wir es erreichen, dass Eltern, Schüler und Lehrer eine Einheit bilden und ein gemeinsames Ziel verfolgen, nämlich unsere Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden bestmöglich zu fördern, zu unterstützen und vorzubereiten, dann wird Lernen  in einer positiven, respektvollen Lerngemeinschaft namens „Schule“ gelingen!

 

Das hat mich an den finnischen Schulen besonders fasziniert:

 

→ die ruhige Atmosphäre in den Schulen

 

→ Finnische Schüler sprechen mindestens drei Sprachen:

           Finnisch und Dänisch (weil es die offiziellen Sprachen sind)

           Englisch (als Verständigungsmöglichkeit im Ausland und wichtig für die

          Jugend, weil Filme und Serien im Fernsehen, Computerspiele,… nicht

          übersetzt werden) wahlweise noch andere Sprachen in der Schule

 

→ wie viel Personal (Lehrer, Psychologen, Betreuer, Krankenschwestern, …)

         dem Schulteam angehören

 

→ Schüler erledigen ohne ständige Kontrolle ihre Arbeitsaufträge (hohe

    Eigenverantwortlichkeit der Schüler)

 

                                                                                                          Dipl.-Päd. Birgit Resch

NMS Scheifling

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